Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten
Hier sind allgemein gültige Erklärungen zu den einzelnen Hilfsangeboten und Unterstützungsmöglichkeiten aufgeführt.
→ Manchmal gibt es auch zusätzlich einige gezielte Infos, zu Stadt und Landkreis Kaiserslautern.
Pflegestützpunkte (PSP)
Sind neutrale Anlaufstellen, für alle Fragen rund um die Pflege und zur Unterstützung im Alltag. Sie informieren über Pflegegrade, Sachleistungen, Hilfsmittel usw. und sind behilflich bei der Erstellung eines passenden Versorgungsplanes. Es ist keine Verordnung, bzw. Einstufung in einen Pflegegrad vorab notwendig!
Pflegestützpunkte werden von Kassen und kommunalen Träger finanziert, und sind somit kostenfrei!
Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienste (AHPB) / Ehrenamtliche Begleitung
Ein AHPB bietet neben der Hospizbegleitung durch Ehrenamtliche (siehe AHD), eine umfassende Beratung zu palliativ-pflegerischen Maßnahmen an. Nach Abstimmung mit beteiligten Pflegediensten sowie Haus- oder Fachärzten, erfolgt eine Beratung durch hauptamtliche, speziell ausgebildete Pflegefachkräfte (=„Palliative Care“ Weiterbildung) oder auch durch Sozialarbeiter:innen.
Es werden Hilfen bzgl. Betreuung, Versorgung und Unterbringung der Patienten:innen angeboten, und entsprechend zusammengestellt.
Es geht um Lebensqualität, Selbstbestimmtheit, Würde und Geborgenheit bis zuletzt.
Ein AHPB kommt sowohl nach Hause, als auch in eine stationäre Einrichtung.
Für Betroffene (=mit einer Palliativen Diagnosestellung) sind die Leistungen kostenfrei, eine Pflegegrad Einstufung durch den MDK oder eine Verordnung wird nicht benötigt!
In Kaiserslautern:
Hier arbeiten AHPB und AHD Hand in Hand. Beide sind dem Hospizverein für Stadt und Lankreis Kaiserslautern e.V. zugehörig.
Eine Beratung durch das AHPB Team ist sozusagen die Basis für eine gute Hospiz- und Palliativversorgung.
Hier werden Ihre ganz eigenen Wünsche und Bedarfe erfasst und ein entsprechendes Versorgungsteam aus den möglichen Hilfsangeboten vor Ort zusammengestellt.
Ein wichtiger Teil des AHPB sind unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen, sie sind Herzstück der Arbeit.
Das AHPB Team koordiniert auf Wunsch die Einsätze der ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen, bei ihnen Zuhause oder in einer Einrichtung.
Es sucht ein passendes Ehrenamt aus, stellt den Kontakt zu Ihnen her und bringt die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen zum/r ersten “Patienten:innen - Begleitung”.
AHPB und AHD sind jeweils für Stadt und Landkreis Kaiserslautern zuständig.
Eine Beratung / Begleitung ist ab Diagnosestellung möglich und kombinierbar mit verschiensten Pflegediensten, -einrichtungen und SAPV Teams, unabhänging von Vereinszugehörigkeit, Konfession….etc.
Ambulanter Hospizdienst (AHD) / Ehrenamtliche Begleitung
Hierbei handelt es sich um ein ganz besonderes Beratungs- und Begleitungsangebot.
Der Focus dieser Arbeit liegt auf der psychosozialen, emotionalen, spirituellen und seelischen Unterstützung von schwerkranken und sterbenden Patienten:innen sowie deren Familien, Zu- und Angehörigen, Pflegenden und Begleitenden.
Es wird unterstützt und entlastet in dieser schwierigen Lebenssituation.
Ein Ambulanter Hospizdienst kann ebenfalls beratend zur Seite stehen bei Themen wie Krankheit, Sterben, Tod und Trauer - sowie im Umgang damit. Die Begleitung wird durch ehrenamtliche Hospizhelfer:innen geleistet, welche durch eine spezielle Ausbildung auf dieses Amt vorbereitet werden. Qualifizierte Fachkräfte (Koordinator:innen) übernehmen die Ausbildung, Koordination und Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen. Nach Kontaktaufnahme erfolgt eine Erstberatung der Betroffenen bzw. der Zugehörigen durch eine solche qualifizierte Fachkraft, diese wählt dann je nach Einschätzung der Situation, dem Wunsch und Bedarf entsprechend ein geeignetes Ehrenamt aus, und stellt den Kontakt zu Diesem her.
Eine ehrenamtliche Begleitung schenkt Zeit, sie ist Da, hört zu, ist Gesprächspartner:in und Begleiter:in - für Erkrankte aber auch für die Menschen in seinem Umfeld!
Ein Hospizdienst übernimmt keinerlei medizinische Behandlung oder pflegerische Versorgung!
Ein Begleitung ist zu Hause, in stationären Pflegeeinrichtungen wie auch im Krankenhaus (Ausnahmen stationäre Hospize) möglich.
Diese kann ein ergänzendes Angebot zu einer pflegerischen Versorgung sein.
Nach einem Informations-/Beratungsgespräch obliegt es der freien Entscheidung, Betroffener und deren Familien/Zugehörigen, ob und wann ein Ehrenamt eingesetzt wird.
Eine ehrenamtliche Hospizbegleitung ist kostenlos, erfordert keine Verordnung oder Pflegegrad Einstufung!
In Kaiserslautern:
Hier arbeiten AHD und AHPB Hand in Hand. Beide sind dem Hospizverein für Stadt und Lankreis Kaiserslautern e.V. zugehörig.
Eine Beratung durch das AHPB Team ist sozusagen die Basis für eine gute Hospiz- und Palliativversorgung.
Hier werden Ihre ganz eigenen Wünsche und Bedarfe erfasst und ein entsprechendes Versorgungsteam aus den möglichen Hilfsangeboten vor Ort zusammengestellt.
In Kaiserslautern ist das Kernsück des “Hospizverein für Stadt und Landkreis Kaiserslautern e.V.” der AHD gemeinsam mit dem AHPB. Hier vor Ort wird der AHD meist ugs. als “Hospizdienst” bezeichnet.
Dieser ist für die Vorbereitung sowie für Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen zuständig (Hospiz Akademie), welche das Herzstück der Arbeit ausmacht.
Des Weiteren begleitet, betreut und beratet er das “Ehrenamt” während den Einsätzen in Form von Gruppen- bzw. Einzelgesprächen.
Seine Aufgabenbereiche umfassen auch Letze Hilfe Kurse, mobiles Trauerkaffee, Himmelsbriefkasten, Gedenkgottesdienste, Öffentlichkeitsarbeit uvm.
AHD und AHPB sind jeweils für Stadt und Landkreis Kaiserslautern zuständig.
Eine Beratung / Begleitung ist ab Diagnosestellung möglich und kombinierbar mit verschiensten Pflegediensten, -einrichtungen und SAPV Teams, unabhänging von Vereinszugehörigkeit, Konfession….etc.
Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) / Ehrenamtliche Begleitung Kinder
Bei einem AKHD handelt es sich um ein Angebot welches Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern/Jugendlichen und jungen Erwachsenen beratet, unterstützt und entlastet. Auch hier geht es um eine ganzheitliche Begleitung auf psychosozialer, emotionaler, spiritueller und seelischer Ebene.
Während der Krankheit, des Abschieds und der Trauer besteht für Familien diese Angebot - und das bereits ab Diagnosestellung!
Deshalb spricht man im Falle einer solchen Begleitung auch vielmehr von einer Lebensbegleitung als von einer Sterbebegleitung!
Dieses Hilfsangebot für die Familien kann Wochen, Monate oder Jahre bestehen.
Der AKHD kann während dieser Zeit Kontakte zu Ärzten und verschiedenen Diensten herstellen, palliativ - pflegerisch beraten, Unterstützungsangebote vermitteln sowie auch Ansprechpartner:in für Schulen, Kitas, Kliniken, Jugendämter usw. sein.
Auch hier werden, wie beim Ambulanten Hospizdienst für Erwachsene, ehrenamtliche Helfer eingesetzt,
welche durch qualifizierte Fachkräfte ausgebildet und auf dieses Amt vorbereitet werden. Im weiteren Verlauf, während einer Familienbegleitung, wird das Ehrenamt durch diese Fachkräfte betreut, unterstützt und weitergebildet.
Das Ehrenamt schenkt Zeit!
Zeit für die erkrankten Kinder und Jugendlichen aber auch für die Geschwisterkinder!
Zeit für Unterstützung und Entlastung im Alltag, aber auch für Gespräche und Fragen der Eltern und Begleitenden!
Zeit für diese Familien da zu sein, in dieser schwierigen Lebenssituation!
Es entstehen keine Kosten, und das Angebot ist unabhängig von Nationalität und Konfessionszugehörigkeit!
In Kaiserslautern:
Hier ist der AKHD dem Hospizverein für Stadt und Lankreis Kaiserslautern e.V. zugehörig.
Eine Beratung erfolgt in diesem Fall durch das Team des AKHD und auch hier ist ein ausführliches Beratungsgespräch Basis für eine koordinierte Versorgung der Kinder und Jugendlichen mit Ihren Familien.
Wünsche und Bedürfnisse der Familien werden erfasst und Informationen / Kontakte zur Versorgung und Begleitung weitergegeben.
Wichtig im AKHD sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen, sie sind Herzstück der Arbeit.
Das AKHD koordiniert auf Wunsch Einsätze für Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen, Zuhause oder in einer Einrichtung.
Es sucht ein passendes Ehrenamt aus, stellt den Kontakt zur Familie her und bringt die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen zum/r ersten “Besuch".
Das Team des AKHD ist zuständig für Vorbereitung sowie Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen.
Während der Einsätze, in den Familien, wird das “Ehrenamt” durch das AKHD Team betreut, in Form von Gruppen- bzw. Einzelgesprächen.
Bei einer Begleitung durch den AKHD wird immer die Gesamtsituation der Familie berücksichtigt.
Der AKHD ist für Stadt und Landkreis Kaiserslautern zuständig. Er betreut aber zusätzlich noch weit über den Landkreis hinaus betroffene Familien (Bei Bedarf, die Zuständigkeit bitte erfragen!).
Eine Beratung / Begleitung ist ab Diagnosestellung möglich und ist kombinierbar mit verschiensten Pflegediensten, -einrichtungen und SAPV Teams, unabhänging von Vereinszugehörigkeit, Konfession….etc.
Netzwerke, Beratungsdienste, Koordinierungsstellen
Bei diesen Angeboten handelt es sich meist um Zusammenschlüsse unterschiedlichster Berufsgruppen, Anbieter:innen, Dienste, Institutionen, sowie Träger:innen… des Gesundheits-, Pflege-, und Sozialwesens. Diese haben sich allesamt zum Ziel gesetzt, Lebenssituation und Versorgung von pflege- und hilfsbedürftigen Menschen zu verbessern.
Auch wenn sich der Bereich Ihres jeweiligen Wirkens unterscheidet, geht es inhaltlich jedoch immer um:
- Vernetzung, Verknüpfung und Kooperation zwischen den Mitwirkenden
- Kommunikation und Austausch untereinander
- Verbesserungen an Schnittstellen und Versorgungsstrukturen
- Gemeinsame Weiterentwicklung und Qualitätssicherung
- Öffentlichkeits-, Beratungs- und Informationsarbeit
Es bestehen vor Ort auch Angebote bei denen sich Betroffene untereinander Austauschen und so gegenseitig unterstützen, hier entsteht „Gemeinsamkeit“, ein Gefühl nicht alleine zu sein.
Diese Dienste und Angebote sind für alle Hilfesuchende kostenfrei!
Betreuungsvereine
Sind Anlaufstellen für Ratsuchende, Betroffene, Angehörige und Betreuende.
Es gibt Informationen und Aufklärung über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung usw..
Zielsetzung hierbei ist Selbstbestimmung und ein Leben in Würde bis zuletzt.
Ein Beratungsgespräch beim Betreuungsverein ist in der Regel kostenlos, da sich diese Vereine durch staatliche und kommunale Förderung finanzieren.
Ambulante Pflegedienste (APD) / Allgemeine Ambulante Palliativ Versorgung (AAPV)
Ein APD versorgt Menschen im häuslichen, vertrauten Umfeld.
Das Angebot umfasst Grundpflege, medizinische Behandlungspflege, hauswirtschaftliche Unterstützung sowie Betreuungsleistungen.
Die Kostenübernahme erfolgt komplett oder teilweise, je nach Situation und Pflegegradeinstufung durch den MDK (=Medizinische Dienst der Krankenkasse).
Eine ärztliche Verordnung sowie eine Einstufung des MDK ist notwendig!
Bei sofortigem Eintritt eines Pflegebedarfes evtl. Kostenübernahme auch rückwirkend.
Wird zu der üblichen häuslichen Pflege (ambulanter Pflegedienst + hausärztliche Versorgung)
ein Palliativmediziner:in hinzugezogen, spricht man von einer AAPV. So können die zunehmenden Symptome wie z.B. Schmerz, Übelkeit, Erbrechen, Angst, Atemnot… mit entsprechenden Medikamenten besser eingestellt werden.
Nimmt der Behandlungs-/Pflegebedarf der Patienten:innen zu, kann im Rahmen einer AAPV kann natürlich auch das Versorgungsteam um zusätzliche Angebote erweitert werden.
Lediglich die zunehmenden Symptome wie z.B. Schmerz, Übelkeit, Erbrechen, Angst, Atemnot… können dann mit entsprechenden Medikamenten besser eingestellt werden.
Speziallisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Eine SAPV ist ein weiteres zusätzliches Angebot bei einem komplexen Versorgungsbedarf, d.h. die Symptomlast ist besonders hoch, schwierig einstellbar oder sehr instabil.
Dies ist oft der Fall bei schon weit fortgeschrittenen Erkrankungen. Schmerzen, Übelkeit, Angstzustände und Atemnot sind schwer beherrschbar. Diese Krisensituationen erfordern ein spezielles Fachwissen im Umgang, hier sind sogen. multiprofessionelle „Palliative - Care - Teams“ im Einsatz (= Ärzte:innen und Pflegefachkräfte mit spezieller Weiterbildung), welche eine 24 Stunden Erreichbarkeit / 7 Tage die Woche anbieten.
Betroffene und deren Begleitende werden vom Team gut auf diese Krisensituationen vorbereitet und mit Medikamenten versorgt, um so den Patienten:innen ein Verbleib in häuslicher Umgebung möglich zu machen.
Ein SAPV Team kann Zuhause, in Pflegeeinrichtungen, Wohnheimen, Krankenhäusern sowie ggf. auch im stationären Hospiz hinzugezogen werden.
Ein solches Team berät, informiert, erstellt Notfallplanungen, leitet Angehörige und Begleiter an und ist gut vernetzt. Es arbeitet zusammen mit verschiedensten Anbietern:innen wie z.B. Pflegediensten, Pflegeheimen, Palliativstationen, Psychologen, Seelsorgern, Apotheken und Sanitätshäusern.
Eine SAPV ist verordnungspflichtig! Hausärzte:innen , Fachärzte:innen, sowie bei einer Krankenhausentlassung betreuende Ärzte:innen, können eine SAPV verordnen!
Ambulante Kinderpflegedienste (AKPD)
Ein ambulanter Kinderpflegedienst (AKPD) versorgt chronisch kranke, schwerspflegebedürftige oder beeinträchtigte Kinder und Jugendliche in deren häuslichem Umfeld. Ein AKPD ermöglicht so ein verbleiben in der Familie, vermeidet Krankenhausaufenthalte und entlastet Eltern durch medizinische Behandlungspflege (z.B. Beatmung, Tracheostoma, Sondenernährung, Medikamentengabe, Monitoring, Verbandwechsel ….), Grundpflege (z.B. Waschen, Mobilisation…) und kann behilflich sein bei einer pädagogische Betreuung (z.B. Begleitung in Kita/Schule).
So wird eine Verbesserung der Lebensqualität des Kindes und eine Entlastung der Angehörigen erreicht.
Eingesetz werden bei einem AKPD qualifizierte Kinderkrankenpflegekräfte.
Kostenübernahme erfolgt in der Regel über die Krankenkassen/ bzw. die Pflegekassen nach Pflegegradeinstufung.
Verordnung wird vom zuständigen Kinderarzt/in, Facharzt/in oder ggfs. bei einer Klinikentlassung ausgestellt.
Stationäre Wohn- und Pflegeeinrichtungen (Kurz-/ Langzeitpflege)
In verschiedensten stationären Wohn- und Pflegeeinrichtungen (kurzzeitig z.B. zur Überbrückung, wie langfristig z.B. in einem Pflege- oder Wohnheim) ist eine zusätzliche Begleitung durch einen Hospizdienst, durch ehrenamtliche Hospizhelfer oder auch durch ein SAPV Team möglich.
Die Pflegetätigkeiten übernimmt das Pflegepersonal der jeweiligen Einrichtung, das Angebot der amb. Hospiz- und Palliativbegleitung bei einem komplexen Versorgungsbedarf, bietet zusätzliche Unterstützung und Entlastung. Durch diese Möglichkeiten können parallel auch psychosoziale und spirituelle Hilfen angeboten werden.
Palliativstationen in Krankenhäusern / Kliniken
Eine Palliativstation bietet nicht mehr heilbar erkrankten Menschen, eine umfassende Akutversorgung in Krisensituationen. Das heißt die Symptomlast von Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Panik, Delir… in Folge einer bestehenden Palliativen Erkrankung nimmt so sehr zu, bzw. ist so instabil, das Diese mit den bisherigen medizinischenMaßnahmen nicht mehr beherrschbar ist.
Ziel der Behandlung ist hier, die Situation soweit zu stabilisieren das Patienten:innen nach Hause entlassen, bzw. in ein stationäres Hospiz verlegt werden können.
So können Betroffene die noch verbleibende Zeit - mit ihren Familien, Zugehörigen und Nahestehenden, Zuhause oder im stationären Hospiz - in Ruhe und Geborgenheit verbringen.
Es geht um die Lebensqualität und Würde bis Zuletzt.
Leider ist oftmals Infolge einer viel zu späten Inanspruchnahme der Hilfs- und Versorgungsangebote, einer nicht zu stabilisierenden Krisensituation, oder auch eines schon zu schlechten Allgemeinzustandes, keine Entlassung/Verlegung mehr möglich.
Letzte Begleitungen und Abschiede gibt es auch hier sehr oft.
Eine Psychosoziale, spirituelle und seelsorgerische Begleitung ist auch hier vor Ort möglich.
Ein schon zuvor eingesetztes Ehrenamt kann auf einer Palliativstation weiter begleiten.
Auf diesen Stationen ist ein ganzheitliches Konzept wegweisend.
Die Einbeziehung und Unterstützung der An- und Zugehörigen ist ebenso wichtig wie die Bedürfnisse und Wünsche der schwerkranken Menschen.
Niemand soll sich hier alleine gelassen, oder mit seinen Sorgen und Ängsten nicht gut aufgehoben fühlen.
Stationäre Hospize
Hier ist ein Ort der Ruhe und Geborgenheit.
Die Aufgabe eines stationären Hospizes liegt in einer ganzheitlichen Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie deren An- und Zugehörigen.
Dazu gehören palliativ- pflegerische Leistungen zur Symptom- und Schmerzlinderung genauso wie eine soziale, psychologische und spirituelle Unterstützung.
Angehörige sowie Nahestehende der Patienten:innen, werden beim Abschied und in ihrer Trauer begleitet.
Es wird unterstützt bei existenziellen Fragen, Begleitende werden in die Betreuung mit einbezogen, hier ist Zeit zum Zuhören, zum Reden und zum beantworten von Fragen.
Aber auch Raum für Ruhe, Stille, Erinnerungen und Gedanken.
Ebenfalls besteht die Möglichkeit noch letzte Wünsche zu erfüllen (evtl. auch mit Hilfe des Wünschewagens).
Hier können auch letzte, wichtige, klärende Gespräche geführt werden, mit Familienangehörigen, Partnern:innen, Freunden:innen, Seelsorgern:innen.
Das gesamte Team versucht einen Abschied in Ruhe und Würde bis Zuletzt zu ermöglichen.
Manchmal können Patienten:innen in einem stationären Hospiz noch einmal soweit versorgt und stabilisiert werden, damit eine Entlassung nach Hause möglich wird. So kann die noch verbleibende Zeit im häuslichen Umfeld im Kreise der Familie verbracht werden.
Es gibtstationäre Hospize in denen auch Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern für eine gewisse Zeitspanne aufgenommen werden können.
Das schwer erkrankte Kind wird dort bestens um- und versorgt, so ermöglicht man den Eltern einmal Pause vomPflegealltag zu machen, um neue Kraft zu schöpfen.
Diese können durchatmen, entspannen, etwas für sich Selbst tun, oder Zeit mit den Geschwisterkindern verbringen.
Eben einfach einmal nur Familie sein, in einem geschützten Raum!
Medizinische Versorgung (Ärzte:innen)
Die wohl gängigste medizinische Versorgung erfolgt durch unsere niedergelassenen Hausärzte:innen.
Diese sind die ersten Anlaufstellen bei einer palliativen Diagnose und können auch die weitere Versorgung dieser Patienten:innen übernehmen.
→ Es ist kein direkter Arztwechsel zu einem/er Palliativmediziner/in nötig!
Hausärzte:innen sind sozusagen auch Lotsen durch das Gesundheitssystem. Sie klären auf, legen weitere Wege fest, schreiben Rezepte, Verordnungen, Überweisungen zu bestimmten Fachärzten:innen oder Einweisungen für stationäre Aufenthalte.
Im weiteren Verlauf einer palliativen Erkrankung kommen dann oft Ärzte:innen mit bestimmten Fachweiterbildungen z.B.Palliativmediziner:innen hinzu, welche speziell dafür ausgebildet sind, Schwerkranke Sterbende mit komplexen Krankheitssituationen und einer schwer beherrschbaren Symptomlast zu versorgen/begleiten.
Dies ist im häuslichen Umfeld, aber auch in einem Wohn- oder Pflegeheim möglich.
Sind Patienten:innen zeitweise in einer stationären Einrichtung, wie z.B. auf einer Palliativstation oder in einem stationären Hospiz, übernehmen die Ärzte:innen vor Ort während dieser Zeit die Versorgung.
Sowohl Hausärzte:innen als auch Palliativmediziner:innen, können Maßnahmen wie häusliche Pflege oder SAPV verordnen.
Apotheken
Apotheken welche hier im Netzwerk Partner:innen sind, arbeiten oft schon seit langer Zeit mit Ärzten:innen, Pflege- und SAPV Teams zusammen, welche in der Versorgung Schwerkranker und Sterbender Menschen tätig sind. Anhand ihrer Erfahrungen durch die Zusammenarbeit mit diesen „versorgenden Teams“, wissen diese Apotheken sehr gut Bescheidüber häufig benötigte Medikamente und Materialien.
Gerade Medikamente in der Palliativmedizin werden oft zeitnah und sehr dringend benötigt. Diese Apotheken haben häufig verordnete Medikamente oft vorrätig bzw. können diese schnell besorgen.
Sanitätshäuser / Hilfsmittelversorgung
Sanitätshäuser versorgen Menschen mit medizinischen und technischen Hilfsmitteln um Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern. Es finden Beratungen zu Hilfs- und Pflegemitteln, zu entsprechenden Mobilitätshilfen,orthopädischen Hilfsmitteln, Pflegebetten und -matratzen, Inkontinenzhilfen und medizintechnischem Bedarf statt.
Auch Hilfsmittel anzuschauen und auszuprobieren ist manchmal vor der entsprechenden Verordnung durch Ärzte:innen sinnvoll. So ist es möglich sich einen guten Überblick zu verschaffen, und abzuklären welche Hilfsmittel von denKrankenkassen (laut Hilfsmittelkatalog) übernommen werden / bzw. komplett oder teilweise selbst
gezahlt werden müssen!
Krankengymnastik (KG) / Physiotherapie (PT)
In der Hospiz-/Palliativversorgung hat eine KG/PT einen ganz anderen Schwerpunkt als in einer Reha oder in einer Akutbehandlung.
Hier dient diese nicht der Heilung sondern der Linderung. Sie soll Lebensqualität erhalten und Beschwerden reduzieren.
Dies erfolgt durch sanfte Mobilisationen, Lagerungen, Atemtraining und Entspannungstechniken. So kann die vorhandene Beweglichkeit solange möglich erhalten werden, Lymphödemen undWassereinlagerungen entgegengewirkt und das Wohlbefinden durch Berührung und Ausstreichen der Flüssigkeitsansammlungen gesteigert werden.
Ergotherapie (ET)
Auch ein ET kann behilflich sein Lebensqualität, Selbstbestimmung und Alltagskompetenz weit möglichst zu erhalten.
Hier werden Alltagshandlungen wie z.B. selbstständige Körperpflege, selbst Essen, sich alleine An- und Auskleiden geübt. Die Alltagsgestaltung wird um Aktivitäten und Tätigkeiten, welche Freude und Ablenkung bringen, ergänzt. Auch kognitive und emotionale Unterstützung, durch Gespräche und kreative Ausdrucksformen, wird angeboten.
Ergotherapeuten:innen in einer Palliativversorgung arbeiten achtsam, ganzheitlich und emphatisch - den Wünschen und Möglichkeiten der Patienten angepasst.
Psychosoziale Angebote / Selbsthilfe und Erfahrungsaustausch
Diese sind die zentralen Bestandteile jeder Hospiz- und Palliativversorgung!
Sie ergänzen die medizinische und pflegerische Betreuung, indem sie seelische, soziale und zwischenmenschliche Bedürfnisse der Patienten:innen und derenAngehörigen/ Begleitenden in den Mittelpunkt stellen.
Diese Angebote stärken das seelische Wohlbefinden und bringen innere Stabilität, unterstützen bei der Bewältigungen von Angst, Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit, versuchen soziale Kontakte und familiären Zusammenhalt zu fördern, begleiten in existenziellen und spirituellen Fragen und können bei der Akzeptanz von Krankheit, Sterben und Abschied helfen.
Spirituelle Angebote
Solche Angebote umfassen Gespräche über Sinn, Glauben, Hoffnungen und Zweifel. Sie sind unabhängig von einer religiösen Zugehörigkeit.
Es können hierbei Rituale, Gebete oder Segnungen usw. durchgeführt werden, manchmal ist aber auch nur eine stillePräsenz gewünscht.
Auch die Trauerbegleitung während der Krankheit (…die Trauer beginnt ab der Diagnosestellung), sowie eine weitere Begleitung der Zu- und Angehörigen nach dem Tod, hat hier einen Raum und ist oft Thema.
Das Zulassen von Ängsten und Gefühlen, über bisher unausgesprochene Dinge doch noch zu reden, ein Aussöhnen oder Versöhnen vor dem versterben.
All diesen „Ballast“ noch ablegen zu können, ist oftmals sehr wichtig für den inneren Frieden eines Menschen.
Haushaltshilfe / Alltagsbegleitung
Um palliativ erkrankten Menschen ein würdevolles Leben in ihrer vertrauten, häuslichen Umgebung zu ermöglichensind solche Hilfsangebote oftmals unerlässlich und wichtig. Es wird unterstützt bei täglichen Aufgaben wie kochen, putzen, waschen und einkaufen. Oft entwickelt sich hier ein sehr vertrautes Verhältnis zu den begleitenden Personen, diese sind sowohl Gesprächspartner:innen als auch Gesellschafter:innen und verbringen oftmals viel Zeit mit den Patienten:innen.
Ebenso ist durch ein/e Betreuungskraft/Alltagsbegleiter:innen ein kleiner Spaziergang, ein Gottesdienstbesuch, ein Gang zum Friedhof, Besuche in der Nachbarschaft oder einer Veranstaltung noch möglich.
Durch die Übernahme der hauswirtschaftlichen Aufgaben können An- und Zugehörige enorm entlastet werden. Schließlich spielt auch das „Wohlfühlen“ und das „Verbleiben können“ im eigenen Heim, eine sehr wichtige Rolle, und dies ist doch letztlich der Wunsch ganz vieler erkrankter Menschen.
Ambulante Kinder und Jugendhospizdienste (AKHD) / Ehrenamtliche Begleitung Kinder
Bei einem AKHD handelt es sich um ein Angebot welches Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern/Jugendlichen und jungen Erwachsenen beratet, unterstützt und entlastet. Auch hier geht es um eine ganzheitliche Begleitung auf psychosozialer, emotionaler, spiritueller und seelischer Ebene.
Während der Krankheit, des Abschieds und der Trauer besteht für Familien dieses Angebot - und das bereits ab Diagnosestellung!
Deshalb spricht man im Falle einer solchen Begleitung auch vielmehr von einer Lebensbegleitung als von einer Sterbebegleitung!
Dieses Hilfsangebot für die Familien kann Wochen, Monate oder Jahre bestehen.
Der AKHD kann während dieser Zeit Kontakte zu Ärzten:innen und verschiedenen Diensten herstellen, palliativ - pflegerisch beraten, Unterstützungsangebote vermitteln sowie auch Ansprechpartner:in für Schulen, Kitas, Kliniken, Jugendämter usw. sein.
Auch hier werden, wie beim Ambulanten Hospizdienst für Erwachsene, ehrenamtliche Helfer eingesetzt,
welche durch qualifizierte Fachkräfte ausgebildet und auf dieses Amt vorbereitet werden. Im weiteren Verlauf, während einer Familienbegleitung, wird das Ehrenamt durch diese Fachkräfte betreut, unterstützt und weitergebildet.
Das Ehrenamt schenkt Zeit!
Zeit für die erkrankten Kinder und Jugendlichen aber auch für die Geschwisterkinder!
Zeit für Unterstützung und Entlastung im Alltag, aber auch für Gespräche und Fragen der Eltern und Begleitenden!
Zeit für diese Familien da zu sein, in dieser schwierigen Lebenssituation!
Es entstehen keine Kosten, und das Angebot ist unabhängig von Nationalität und Konfessionszugehörigkeit!
In Kaiserslautern:
Hier ist der AKHD dem Hospizverein für Stadt und Lankreis Kaiserslautern e.V. zugehörig.
Eine Beratung erfolgt in diesem Fall durch das Team des AKHD und auch hier ist ein ausführliches Beratungsgespräch Basis für eine koordinierte Versorgung der Kinder und Jugendlichen mit Ihren Familien.
Wünsche und Bedürfnisse der Familien werden erfasst und Informationen / Kontakte zur Versorgung und Begleitung weitergegeben.
Wichtig im AKHD sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen, sie sind Herzstück der Arbeit.
Das AKHD koordiniert auf Wunsch Einsätze für Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen, Zuhause oder in einer Einrichtung.
Es sucht ein passendes Ehrenamt aus, stellt den Kontakt zur Familie her und bringt die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen zum/r ersten “Besuch".
Das Team des AKHD ist zuständig für Vorbereitung sowie Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen.
Während der Einsätze, in den Familien, wird das “Ehrenamt” durch das AKHD Team betreut, in Form von Gruppen- bzw. Einzelgesprächen.
Bei einer Begleitung durch den AKHD wird immer die Gesamtsituation der Familie berücksichtigt.
Der AKHD ist für Stadt und Landkreis Kaiserslautern zuständig. Er betreut aber zusätzlich noch weit über den Landkreis hinaus betroffene Familien (Bei Bedarf, die Zuständigkeit bitte erfragen!).
Eine Beratung / Begleitung ist ab Diagnosestellung möglich und ist kombinierbar mit verschiensten Pflegediensten, -einrichtungen und SAPV Teams, unabhänging von Vereinszugehörigkeit, Konfession….etc.
Ambulante Kinder Pflegedienste (AKPD)
Ein ambulanter Kinderpflegedienst (AKPD) versorgt chronisch kranke, schwerspflegebedürftige oder beeinträchtigte Kinder und Jugendliche in deren häuslichem Umfeld. Ein AKPD ermöglicht so ein verbleiben in der Familie, vermeidet Krankenhausaufenthalte und entlastet Eltern durch medizinische Behandlungspflege (z.B. Beatmung, Tracheostoma, Sondenernährung, Medikamentengabe, Monitoring, Verbandwechsel ….), Grundpflege (z.B. Waschen, Mobilisation…) und kann behilflich sein bei einer pädagogische Betreuung (z.B. Begleitung in Kita/Schule).
So wird eine Verbesserung der Lebensqualität des Kindes und eine Entlastung der Angehörigen erreicht.
Eingesetz werden bei einem AKPD qualifizierte Kinderkrankenpflegekräfte.
Kostenübernahme erfolgt in der Regel über die Krankenkassen/ bzw. die Pflegekassen nach Pflegegradeinstufung.
Verordnung wird vom zuständigen Kinderarzt/in, Facharzt/in oder ggfs. bei einer Klinikentlassung ausgestellt.